Texte und ein Schlusswort von Sioux Black Elk
Pfeil

Schützin

"Bald löste sich die anfängliche Verkrampfung. Das Spannen und Loslassen wurde zum harmonischen Bewegungsablauf. Mit fortschreitender Uebung zeigte sich, dass das Bogenschiessen mehr ist als nur eine körperliche Ertüchtigung. Es ist eine Art innerer Dialog mit sich selber.

Habe ich die richtige Haltung dem gegenüber, was ich erreichen will? Habe ich genügend Standfestigkeit? Kann ich loslassen? Bin ich achtsam genug auf mich und das Ziel, das ich erreichen will? Kann ich die Distanz richtig einschätzen, damit ich nicht über das Ziel hinausschiesse?" Solche Fragen beschäftigten den Bogenschützen und führen ihn weit hinaus über die rein sportliche Betätigung des Schiessens.

Die anfängliche Skepsis der Männer war bald einer grossen Begeisterung für das Bogenschiessen gewichen. Nur ungern legten die Männer am Abend den Bogen aus der Hand."

Text: H.J. Rivar in einer Aargauer Zeitung. H.J. Rivar war mit zwei Männergruppen an je einem Tageskurs. Uebrigens: In Wochenendgruppen sind mindestens die Hälfte der jeweiligen TeilnehmerInnen Frauen!

 

"Mit Freude habe ich festgestellt, dass ich mehr Kraft habe, als ich immer gemeint habe. Ich habe das Gefühl, dass mir das Bogenschiessen in jeder Hinsicht zu mehr Selbstvertrauen verhelfen könnte. Vertrauen in die eigenen Kräfte."

Agnes K., Wollerau, Kursteilnehmerin "Bogenschiessen Umfassend"

 

Das Gute ist, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf das Ziel richten und unsere Wahrnehmung gleichzeitig jedoch auch auf uns selbst richten (Beobachtung der Körperhaltung, Atmung, eigene Zentrierung etc.). Es besteht also eine Balance der Ausrichtung auf das Ziel, wie auch auf uns selbst. Wir verlieren uns also dabei nicht aus den Augen, auch dann, wenn unsere Augen auf ein äusseres Ziel gerichtet sind.

Jörg

 

"...sogar der Wechsel der Jahreszeiten bildet einen grossen Kreis und kehrt immer wieder dorthin zurück, wo er begann. Das Leben der Menschen ist ein Kreis."

Black Elk, Sioux